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5 Mythen über die häusliche Mundhygiene

Wenn es um die Mundhygiene geht, kursieren im Internet viele Fehlannahmen, die nicht selten zu Missverständnissen und gesundheitlichen Risiken führen können. Um mögliche irreparable Schäden am Zahnapparat zu vermeiden, sollte man sich von einigen altbackenen Weisheiten nicht in die irreführen lassen.

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Mythos 1: „Schrubben macht die Zähne noch sauberer.“

Viel hilft viel? Nicht, wenn es um das Zähneputzen geht. Zu harte Zahnbürstenborsten oder ein zu hoher Druck- oder Kraftaufwand beim Putzen, können eine Gefahr für Zähne, Zahnschmelz oder Zahnfleisch darstellen und sie unnötig strapazieren. Zu starkes „Schrubben“ reizt das Zahnfleisch und führt bei Dauerschrubben zu Parodontitis oder freiliegenden Zahnhälsen – im schlimmsten Fall zu extremen Zahnfleischrückgang und infolgedessen auch zu Zahnausfall. Wichtig sind also nicht der Druck, sondern eine weiche Zahnbürste, sowie eine Bürstdauer von mindestens zwei Minuten.

Mythos 2: „Milchzähne sind nicht wichtig, weil sie sowieso ausfallen.“

Im Alter von sechs Monaten brechen in der Mundhöhle die ersten Milchzähne durch – die letzten gehen im Alter von etwa elf Jahren. Doch sind die Milchzähne, die nach und nach durch die „richtigen“ Zähne ersetzt werden, deshalb unwichtig? Sind sie nicht – denn die Zeit, in der die Milchzähne entstehen, entwickeln sich beim Kind die Sprachbildung, das gesunde Atmen und das Gesichtswachstum. Auch die psychische Entwicklung und die Ernährung (das Kauen) spielen eine große Rolle. Fehlende oder beschädigte Milchzähne erhöhen die Gefahr eines Zahndurchbruchs an der falschen Stelle. Notwendige kieferorthopädische Korrekturen sind die Folge.

Mythos 3: „Karies ist vererbbar.“

 Viele Krankheiten können zwar genetisch bedingt sein, doch Karies gehört hier nur teilweise dazu. Eine ungesunde Ernährungsweise spielt bei der Kariesentstehung eine entscheidende Rolle. Zuckerhaltige Nahrungsmittel schaffen ideale Bedingungen für kariesverursachende Bakterien, durch die der Bakterienanteil in der Mundflora zunimmt. Somit ist Karies vielmehr eine ernährungsbedingte Erkrankung als eine Infektionskrankheit.

Mythos 4: „Fluorid ist nicht wichtig.“

Spätestens wenn von Karies die Rede ist, wird Fluorid zu einem Thema. Zahnmediziner, Verbraucherschützer und unabhängige Wissenschaftler bestätigen die positive Wirkung von Fluorid bei der Kariesbehandlung. Das Fluorid wirkt dem Zahnzerstörungsprozess der Karies entgegen: Es hilft, verloren gegangene Mineralien wieder im Zahngitter einzubauen, den Zahn zu härten und ihn gegen Säuren zu schützen. In Zahncremes stellt Fluorid einen wichtigen Baustein der täglichen Kariesprophylaxe dar.  

Mythos 5: „Jedes Kind kostet einen Zahn.“

An diesem Mythos, der sich auf die Schwangerschaft bezieht, ist bei Nichtbeachtung ein Funke Wahrheit dran. Während der im Körper stattfindenden Hormonumstellung sind die Zähne der werdenden Mütter empfindlicher. Zudem wird das Zahnfleisch stärker durchblutet und kann leichter anschwellen. Um einen möglichen Zahnverlust zu vermeiden, sind regelmäßige Prophylaxe-Termine beim Zahnarzt wichtig.


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Bildquelle: bigstock - Aaron Amat
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